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Fotografie-Workshops: Warum es sich lohnt, von anderen zu lernen

25. März 2017
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Dieser Beitrag wurde im Oktober 2026 vollständig überarbeitet.



Der Einstieg in die Fotografie ist oft ein Prozess aus Ausprobieren, Üben und Lernen. Man schaut Tutorials, liest Artikel, experimentiert mit der eigenen Kamera und versucht, die Bilder im Kopf irgendwann genauso umzusetzen. Doch manchmal bringt einen ein einziger Tag mit anderen Fotografen weiter als Wochen allein hinter der Kamera.

Mein erster Fotografie-Workshop fand im März 2017 bei Alexandra Evang statt. Damals stand für mich vor allem die Pferdefotografie im Mittelpunkt. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Dieser Workshop sollte der Anfang vieler weiterer Erfahrungen sein, die meine fotografische Entwicklung bis heute begleiten.


Pferdeshooting | Pferd und Frau liegen am Strand


Mein erster Fotografie-Workshop bei Alexandra Evang

Alexandra Evang ist für ihre emotionalen, romantischen Pferdeporträts bekannt. Ihr Workshop bot mir die Gelegenheit, einer erfahrenen Fotografin über die Schulter zu schauen, Fragen zu stellen und die theoretischen Inhalte direkt in der Praxis auszuprobieren.

Nach einer Einführung in ihren Workflow ging es gemeinsam mit Model Lara und ihrem Wallach Oak's Golden Devil an den Rheinstrand. Dort konnten wir das Gelernte unmittelbar umsetzen und uns mit Bildgestaltung, Perspektiven und dem richtigen Moment beschäftigen.

Gerade als Einsteigerin ist es spannend, einmal bewusst aus der eigenen Routine auszubrechen. Statt immer wieder dieselben Motive und Einstellungen zu verwenden, probiert man neue Ansätze aus und bekommt einen Eindruck davon, wie andere Fotografen arbeiten.

Für mich war dieser Workshop ein wichtiger erster Schritt. Nicht, weil ich danach plötzlich alles konnte, sondern weil ich neue Ideen mit nach Hause nahm und Lust bekam, mich fotografisch weiterzuentwickeln.


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Warum ich auch später immer wieder Workshops besucht habe

Nach dem Workshop bei Alexandra Evang folgten weitere, unter anderem bei Marie Burmeister und Laura Herale. Mit der Zeit interessierte ich mich aber auch für andere fotografische Bereiche: Street-, Porträt-, Paar- und Landschaftsfotografie.

Warum? Weil man nicht nur innerhalb des eigenen Fachgebiets etwas lernen kann.

Wer hauptsächlich Pferde fotografiert, kann beispielsweise aus der Porträtfotografie viel über Lichtführung und Bildgestaltung mitnehmen. Die Landschaftsfotografie schult den Blick für Komposition und natürliche Lichtstimmungen. Und bei der Streetfotografie geht es darum, Situationen zu erkennen und den richtigen Augenblick abzupassen.

Nicht jede Idee lässt sich eins zu eins auf die Pferdefotografie übertragen. Aber genau das macht den Blick über den Tellerrand so wertvoll. Man entdeckt neue Herangehensweisen, entwickelt seinen eigenen Stil weiter und kommt mit Ideen zurück, auf die man allein vielleicht nicht gekommen wäre.


Pferdefoto von einer Frau die neben ihrem liegenden Pferd kniet


Fotografen-Meet-ups: Lernen, vernetzen und das Portfolio erweitern

Neben klassischen Workshops hatte ich auch Fotografen-Meet-ups für mich entdeckt. Sie funktionieren etwas anders und sind gerade für den Austausch mit anderen Fotografen eine tolle Möglichkeit.

Bei einem Meet-up organisiert beispielsweise ein Fotograf oder Veranstalter ein Model, eine Location oder ein bestimmtes Shooting-Konzept. Die teilnehmenden Fotografen zahlen einen Teilnahmebeitrag und fotografieren anschließend gemeinsam vor Ort.

Im Gegensatz zu einem klassischen Workshop steht dabei nicht unbedingt die strukturierte Wissensvermittlung durch einen Dozenten im Mittelpunkt. Stattdessen geht es vor allem ums gemeinsame Fotografieren, Ausprobieren und den Austausch untereinander. Das ist super für neue Kontakte, gegenseitige Unterstützung und Portfolio-Aufbau.



Gruppenfoto aller Teilnehmer des Workshops bei Alexandra Evang

Gerade wenn man noch am Anfang steht, kann es schwierig sein, geeignete Models, interessante Locations oder passende Shootingpartner zu finden. Ein Meet-up nimmt dir einen Teil dieser Organisation ab und schafft einen Rahmen, in dem du dich auf das Fotografieren konzentrieren kannst.

Ich habe solche Angebote vor allem über Facebook-Gruppen gefunden. Achte dabei immer darauf, welche Nutzungsrechte für die entstandenen Bilder vereinbart sind und ob zusätzliche Kosten anfallen.


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Welche Vorkenntnisse brauche ich für einen Fotografie-Workshop?

Die gute Nachricht zuerst: Du musst längst kein Profi sein, um an einem Workshop teilzunehmen. Schließlich bist du dort, um etwas zu lernen.

Welche Vorkenntnisse sinnvoll sind, hängt allerdings vom jeweiligen Angebot ab. Bei einem Workshop mit Schwerpunkt auf Pferdeporträts, wie beispielsweise bei Alexandra Evang, würde ich empfehlen, dass du dich bereits ein wenig mit deiner Kamera beschäftigt hast. Du solltest eine DSLR oder DSLM-Kamera und ein Teleobjektiv haben (idealerweise 70-200mm) und mindestens Grundkenntnisse zu den manuellen Kameraeinstellungen haben (ISO, Blende, Verschlusszeit).



Romantisches Pferdefoto von Oak's Golden Devil


Vorkenntnisse in der Bildbearbeitung sind dagegen nicht bei jedem Workshop notwendig. Wenn Bildbearbeitung Teil des Programms ist, kannst du dort möglicherweise direkt etwas Neues lernen. Informiere dich am besten vor der Buchung über die Inhalte und Voraussetzungen des jeweiligen Angebots.

Und ganz wichtig: Lass dich nicht davon abschrecken, dass andere Teilnehmer vielleicht schon länger fotografieren oder eine beeindruckendere Ausrüstung besitzen. Du musst nicht auf dem gleichen Niveau sein, um von einer gemeinsamen Fotosession zu profitieren.


Mein Tipp: Trau dich, Neues auszuprobieren!

Wenn ich auf meine fotografische Entwicklung seit 2017 zurückblicke, waren Workshops und Meet-ups ein wichtiger Bestandteil davon. Sie haben mir neue Perspektiven eröffnet, mich mit anderen Fotografen zusammengebracht und mir die Möglichkeit gegeben, Motive und Techniken auszuprobieren, die über meinen fotografischen Alltag hinausgingen.

Du musst übrigens nicht gleich mehrere hundert Euro in einen umfangreichen Workshop investieren. Auch ein kleineres Meet-up, ein gemeinsames Shooting mit anderen Fotografen oder ein Workshop zu einem völlig neuen Thema kann dich weiterbringen.

Wichtig ist vor allem, dass du offen bleibst, Fragen stellst und bereit bist, auch einmal etwas auszuprobieren, das zunächst ungewohnt ist.

Du musst nicht erst richtig gut sein, um an einem Workshop teilzunehmen. Du kannst hingehen, gerade weil du besser werden möchtest.

Und manchmal entstehen dabei nicht nur bessere Bilder, sondern auch Kontakte und Freundschaften, die dich noch lange auf deinem fotografischen Weg begleiten.


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