Raus aus dem Hamsterrad der Turnierfotografie: Wie du mehr aus deinen Bildern machen kannst
Wer als Pferde- oder Turnierfotograf arbeitet, kennt das vermutlich: Man fotografiert, sortiert, bearbeitet, liefert die Bilder aus – und dann geht alles wieder von vorne los. Der nächste Auftrag wartet, das nächste Turnier steht an und die nächste Bildserie möchte bearbeitet werden.
Natürlich gehört das zum Alltag in der Fotografie. Aber irgendwann habe ich mir die Frage gestellt, ob es wirklich sinnvoll ist, meine Arbeit immer nur von einem Auftrag zum nächsten und von einem Bildverkauf zum nächsten zu denken.
Denn gerade in der Turnierfotografie entstehen unglaublich viele Bilder. Wie viele davon tatsächlich gekauft werden, ist eine ganz andere Frage. Und was passiert eigentlich mit all den Aufnahmen, die keinen Käufer finden?

Für mich war das der Anlass, meine fotografische Arbeit etwas anders zu betrachten. Ich wollte nicht nur Fotos produzieren und verkaufen, sondern etwas aufbauen, das langfristig Bestand hat.
Inzwischen habe ich dafür meinen eigenen Weg gefunden. Er ist sicherlich nicht für jeden Fotografen der richtige, und er erfordert Zeit, Geduld und kontinuierliche Arbeit. Aber vielleicht steckt in meinen Erfahrungen der eine oder andere Denkanstoß, der auch für andere Pferdefotografen interessant ist.
Das Hamsterrad der Fotografie: Ein Auftrag, ein Kunde, ein Abschluss?
Stell dir vor, du fotografierst einen Ritt bei einem Turnier. Du bearbeitest die Bilder und stellst sie anschließend in deinen Onlineshop.
Für jedes einzelne Turnierfoto gibt es im Grunde eine begrenzte Gruppe potenzieller Käufer. Vielleicht freut sich der Reiter über das Bild, vielleicht möchte der Besitzer es haben oder der Züchter interessiert sich dafür. Vielleicht findet sich aber auch niemand, der genau diese Aufnahme kaufen möchte.
Wenn ich bei einem Turniertag im Schnitt 2500 mache, wovon ich 1500 aussortiere, weil sie mir nicht gefallen (ja! So viele landen tatsächlich sehr schnell im Papierkorb), 1.000 behalte ich wovon am Ende 50 verkauft werden, bleiben 950 Aufnahmen übrig, mit denen zunächst kein Umsatz oder eine andere Art der Wertschöpfung entstanden ist.
Das bedeutet nicht, dass diese Bilder schlecht sind. Vielleicht war einfach nicht das richtige Motiv für den richtigen Menschen dabei. Oder der richtige Kunde hat die Bilder nichtgefunden. Vielleicht werden die Bilder später noch entdeckt. Vielleicht eignen sie sich für einen ganz anderen Zweck, an den ich bei der Aufnahme noch gar nicht gedacht habe.
Wenn ich meine Arbeit allerdings ausschließlich darauf ausrichte, einzelne Bilder an einzelne Kunden zu verkaufen, ist das Potenzial dieser übrigen Aufnahmen begrenzt.
Ähnlich ist es bei einem klassischen Shooting: Ich fotografiere, bearbeite die Bilder, liefere sie an meinen Kunden aus und schließe den Auftrag ab. Für den nächsten Umsatz benötige ich in der Regel den nächsten Auftrag.
Daran ist grundsätzlich nichts falsch. Schließlich ist genau das für viele Fotografen ein funktionierendes Geschäftsmodell. Ich habe für mich jedoch festgestellt, dass ich nicht ausschließlich so arbeiten möchte.
Denn wenn jeder Euro Umsatz immer wieder neue Arbeitszeit voraussetzt, kann man schnell in einem Kreislauf landen, in dem man ständig beschäftigt ist, ohne langfristig etwas aufzubauen.
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Warum ich meine Bilder langfristiger denke
Schon früh in meiner Laufbahn als Turnierfotografin habe ich angefangen, meine Bilder nicht nur als einzelne Verkaufsprodukte zu betrachten.
Ich wollte Aufnahmen schaffen, die auch über den ursprünglichen Anlass hinaus einen Wert haben können. Bilder, die nicht nach dem Turnier in Vergessenheit geraten, sondern später noch gefunden, verwendet oder gekauft werden können.
Mein Ziel ist es, Werte für die Ewigkeit zu schaffen. Das klingt vielleicht etwas groß für ein einzelnes Turnierfoto. Aber genau dieser Gedanke beschreibt ziemlich gut, was mich antreibt.
Ich möchte nicht nur von Turnier zu Turnier arbeiten. Ich möchte mit meiner Arbeit etwas aufbauen: einen Bildbestand, einen Onlineshop, eine Website und Inhalte, die auch dann noch einen Nutzen haben können, wenn das betreffende Turnier längst vorbei ist.
Dafür habe ich verschiedene Wege gefunden, meine Fotos mehrfach und auf unterschiedliche Weise zu nutzen.

Ein Foto, viele Möglichkeiten: Wie ich meine Bilder verwende
1. Social Media: Bilder sichtbar machen
Dass Fotografen ihre Bilder auf Instagram, Facebook und anderen sozialen Netzwerken zeigen, ist natürlich keine neue Idee. Auch ich nutze meine Aufnahmen, um meine Arbeit zu präsentieren, mich zu vernetzen und mit meiner Zielgruppe in Kontakt zu bleiben.
Nicht jeder Post führt zu einem Verkauf. Das erwarte ich auch gar nicht. Social Media ist für mich ein Weg, sichtbar zu bleiben, meine Arbeit zu zeigen und Menschen immer wieder mit meinen Bildern zu erreichen. Ein Foto muss also nicht ausschließlich dann einen Wert haben, wenn jemand es direkt kauft. Es kann auch dazu beitragen, dass jemand meine Arbeit kennenlernt und sich zu einem späteren Zeitpunkt für eine Zusammenarbeit interessiert.
2. Mein Onlineshop als langfristig nutzbares Bildarchiv
Dieser Punkt ist mir besonders wichtig und unterscheidet meine Arbeitsweise vermutlich stärker von der vieler anderer Tunierfotografen.
Mein Turnierfoto-Onlineshop ist für mich nicht nur eine Verkaufsplattform. Er ist gleichzeitig ein umfangreiches, strukturiertes Bildarchiv, das mir auch lange nach einem Turnier noch von großem Wert ist.
Denn die Kaufentscheidung für ein Turnierfoto fällt längst nicht immer unmittelbar nach der Veranstaltung. Kurz nach dem Turnier sind es häufig die emotionalen Spontankäufe. Viele Bilder werden gekauft, um sie auf Instagram zu teilen, mit Freunden zu teilen oder als Erinnerung an das Turnier zu behalten.
Doch meine Erfahrung zeigt, dass Kunden auch Wochen, Monate oder sogar Jahre später wieder auf meine Bilder zurückkommen. Dann geht es oft um einen ganz anderen Verwendungszweck – und um Kaufentscheidungen, für die mehr Qualität erwartet wird und durchaus mehr Geld ausgegeben wird als für den schnellen Turnierbericht auf Instagram.
Dazu gehören z.B. aktuelle Aufnahmen für Auktionen, Hengstkataloge oder Verkaufsanzeigen. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk für den Züchter oder Pferdebesitzer. Oder das beste Turnierfoto der Saison soll zum Geschenk anlässlich des Goldenen Reitabzeichens werden. In solchen Momenten ist das Foto nicht mehr nur eine schöne Erinnerung an einen Turniertag. Es erfüllt einen konkreten Zweck, hat einen persönlichen oder geschäftlichen Wert und wird gezielt gesucht.
Genau deshalb ist es für mich so wichtig, dass meine Bilder nicht nach dem ersten Verkaufszeitraum in Vergessenheit geraten.
Ich lege großen Wert darauf, meine Fotos nachvollziehbar zu organisieren und mit passenden Suchbegriffen zu versehen. Durch die Verschlagwortung lassen sich bestimmte Bilder gezielt wiederfinden - sowohl von mir als auch selbstständig von meinen Kunden.
Ohne diese Struktur würden mir solche Verkäufe möglicherweise entgehen – oder sie wären nur mit erheblichem zusätzlichem Zeitaufwand möglich. Doch mir geht es dabei nicht allein um den Umsatz. Ich möchte meinen Bildern die Chance geben, gesehen zu werden, zu glänzen und wertvoll zu sein – auch lange nach dem Turnier, für das sie entstanden sind. Gleichzeitig möchte ich meinen Kunden eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, genau die Aufnahmen wiederzufinden, die sie suchen.
Natürlich kostet es viel Zeit und Aufwand, ein solches System aufzubauen und zu pflegen. Für mich ist dieser Aufwand jedoch eine Investition in die langfristige Nutzbarkeit meiner Bilder.
3. Nicht nur für Reiter fotografieren: Weitere Zielgruppen entdecken
Wenn ich auf einem Turnier fotografiere, denke ich nicht ausschließlich an die Reiter, die sich später ihre Turnierbilder ansehen möchten.
Natürlich sind die Aufnahmen der einzelnen Ritte wichtig. Aber ein Turnier besteht aus viel mehr als den sportlichen Leistungen der Teilnehmer.
Es gibt Veranstalter, Sponsoren, Züchter, Pferdebesitzer und manchmal auch Pressevertreter, die sich für ganz andere Motive interessieren.
Ein Veranstalter benötigt möglicherweise Bilder für einen Rückblick oder die Bewerbung der nächsten Veranstaltung. Ein Sponsor möchte seine Präsenz dokumentiert sehen. Züchter und interessieren sich für das perfekte Sportbild oder Siegerfoto ihrer Pferde und auch ein zeitloses Kopfportraits ist ein beliebtes Motiv.
Deshalb fotografiere ich nicht nur das, was ein Reiter später gerne in seiner Sammlung hätte. Ich versuche auch, Motive zu erkennen, die für andere Menschen interessant sein könnten. Das bedeutet nicht, dass jedes Foto für jede Zielgruppe geeignet ist. Aber wenn ich bei der Aufnahme unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten mitdenke, eröffnet dieser Perspektivwechsel zusätzliche Chancen.

4. Turniere als Gelegenheit nutzen, mein Portfolio weiterzuentwickeln
Ein weiterer Aspekt meiner Arbeit lässt sich nicht unbedingt unmittelbar in Umsatz messen.
Wenn ich auf einem Turnier bin, nutze ich die Gelegenheit auch, um neue Perspektiven auszuprobieren, mit Techniken zu experimentieren oder meine fotografischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Natürlich steht dabei immer an erster Stelle, meine eigentliche fotografische Arbeit zuverlässig zu erledigen. Aber wenn sich darüber hinaus eine passende Gelegenheit ergibt, möchte ich sie nicht ungenutzt verstreichen lassen.
So entsteht neben den Bildern für meinen Onlineshop auch Material, mit dem ich mein Portfolio erweitern und meine eigene Bildsprache weiterentwickeln kann.
Das ist für mich eine weitere Möglichkeit, aus einer ohnehin vorhandenen Gelegenheit mehr mitzunehmen. Nicht jeder Nutzen muss sich sofort in einem Verkauf niederschlagen. Manchmal investiere ich in meine eigene Weiterentwicklung und damit in zukünftige Möglichkeiten.
5. Eigene Fotos für meinen Blog verwenden
Mit meinem Blog habe ich mir einen weiteren Weg geschaffen, meine fotografische Arbeit langfristig zu nutzen.
Wenn ich über Pferdefotografie, Turnierfotografie oder meine Erfahrungen als Fotografin schreibe, kann ich viele meiner eigenen Bilder verwenden, um die Inhalte anschaulich zu gestalten.
Ein Blogartikel kann außerdem über Suchmaschinen gefunden werden, lange nachdem ich ihn veröffentlicht habe. Ein Foto, das ich zur Illustration eines solchen Artikels verwende, wird dadurch Teil eines Inhalts, der über einen längeren Zeitraum Menschen erreichen kann. Natürlich ist auch ein Blog kein Selbstläufer. Die Inhalte müssen erstellt, gepflegt und bekannt gemacht werden. Es braucht Zeit und Geduld, bis sich eine Website als Anlaufstelle für bestimmte Themen etabliert.
Für mich ist der Blog deshalb kein schneller Weg zu mehr Umsatz, sondern ein langfristiges Projekt, mit dem ich Wissen, Erfahrung und meine fotografische Arbeit miteinander verbinden kann.
6. Pinterest, Blog und SEO: Sichtbarkeit langfristig aufbauen
In nutze die Bilder aus den Blog-Beiträgen und darüber hinaus noch weitere meiner Bilder, um mit Pinterest Pins auf meinen Blog und meine Homepage aufmerksam zu machen. Auf diese Art bilden meine Fotos + Texte in meinem Blog + Pinterest, gemeinsam mit meiner Website-Struktur, ein Zusammenspiel aus Mehrwert schaffenden Inhalten, SEOs und relevanten Keywords. Diese Art von Content ist im Vergleich zu Social Media eher leise aber nicht weniger bedeutend. Im Gegenteil, seitdem ich mein Blog-Pinterest-Website-System gut aufgestellt habe, haben sich tolle Zusammenarbeiten und Aufträge aufgetan, für die ich sehr dankbar bin.
Wenn ich meine Bilder auf Pinterest pinne, dann geht es dabei gar nicht um möglichst viele Likes oder kurzfristige Aufmerksamkeit, sondern darum, meine Inhalte langfristig auffindbar zu machen. Auch das braucht Zeit und Geduld – ist für mich aber eine Investition, die weit über den einzelnen Turniertag hinausgeht.
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Was hinter all diesen Wegen steckt: Auffindbarkeit und langfristiger Nutzen
Meine Aktivitäten verfolgen alle einem ähnlichen Gedanken folgen: Ich möchte nicht, dass meine Arbeit ausschließlich in dem Moment relevant ist, in dem ich ein Foto aufnehme oder an einen Kunden ausliefere.
Ein Teil meiner Bilder verkauft sich direkt. Andere Aufnahmen helfen mir dabei, meine Arbeit zu präsentieren. Wieder andere illustrieren Blogartikel, werden auf Pinterest verwendet oder erweitern mein Portfolio.
Aber die Organisation, die Archiv-Pflege, Bildauswahl etc., das alles kostet Zeit. Und nicht jede zusätzliche Nutzung ist automatisch wirtschaftlich sinnvoll. Ich muss auch hier abwägen, wie viel Aufwand ich in ein Bild oder einen Kanal investieren möchte.
Aber ich habe für mich einen Weg gefunden, bei dem sich die verschiedenen Teile meiner Arbeit ergänzen.
Vielleicht spielt dabei auch meine persönliche Sicht auf Fotografie eine Rolle. Social Media ist schnelllebig geworden: Ein Reel wird angesehen, vielleicht gelikt und dann weggewischt. Der nächste Inhalt wartet schon. Dahinter steckt oft enorm viel Arbeit, die nach wenigen Sekunden bereits wieder vergessen sein kann.
Ein hochwertiges Foto funktioniert für mich anders. Es kann an der Wand hängen, in einem Album bewahrt oder Jahre später wieder hervorgeholt werden. Es muss nicht laut um Aufmerksamkeit kämpfen, um einen bleibenden Wert zu haben.
Genau deshalb möchte ich meine Arbeit nicht auf den Moment beschränken, in dem ich einen Auftrag abgebe und mich dem nächsten zuwende. Ich möchte Bilder schaffen, die langfristig sichtbar bleiben, Menschen erreichen und ihnen auch Jahre später noch etwas bedeuten können.
Muss man deshalb seine gesamte Arbeitsweise verändern?
Nein, ganz und gar nicht.
Ich möchte mit diesem Artikel niemanden davon überzeugen, einen eigenen Blog aufzubauen, Pinterest zu bespielen oder Tausende Turnierbilder systematisch zu verschlagworten.
All das kann sinnvoll sein, bringt aber auch einen erheblichen Aufwand mit sich. Ein Blog benötigt gute Inhalte und kontinuierliche Pflege. Ein strukturiertes Archiv muss aufgebaut und verwaltet werden. Pinterest braucht Zeit, bis sich zeigt, welche Inhalte funktionieren und ob daraus tatsächlich Besucher oder Kunden entstehen.
Nicht jeder Fotograf hat die Zeit, die Lust oder die passenden Voraussetzungen dafür. Und nicht jedes Geschäftsmodell benötigt diese zusätzlichen Bausteine.
Vielleicht liegt die Stärke eines Fotografen darin, sich auf hochwertige Auftragsarbeiten zu konzentrieren. Vielleicht ist ein spezialisiertes Angebot für Geschäftskunden wirtschaftlich sinnvoller. Vielleicht passt ein anderer Vertriebsweg besser zur eigenen Persönlichkeit und Arbeitsweise.
Ich glaube nicht, dass es den einen richtigen Weg gibt.
Für mich persönlich war es jedoch hilfreich, über den einzelnen Auftrag und den einzelnen Bildverkauf hinauszudenken. Ich habe Möglichkeiten gefunden, die zu meinen Interessen, meinen Arbeitsabläufen und meinen langfristigen Zielen passen.
Und genau dazu möchte ich auch andere Fotografen ermutigen: nicht dazu, meinen Weg zu kopieren, sondern die eigene Arbeitsweise gelegentlich aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Wie könntest du mehr aus deiner fotografischen Arbeit machen?
Vielleicht lohnt es sich, bei einem deiner nächsten Aufträge oder Turniere einmal ein paar Fragen zu stellen:
Welche Bilder könnten auch nach der Auslieferung noch einen anderen Zweck erfüllen?
Gibt es weitere Zielgruppen, für die meine Motive interessant sein könnten?
Wie gut kann ich meine vorhandenen Bilder später wiederfinden?
Könnte ich ausgewählte Aufnahmen nutzen, um mein Portfolio, meine Website oder meine Sichtbarkeit weiterzuentwickeln?
Welche zusätzlichen Möglichkeiten passen tatsächlich zu meinem Geschäftsmodell – und welche würden mich nur unnötig Zeit kosten?
Du musst nicht alle Fragen auf einmal beantworten. Vielleicht reicht es schon, eine einzige Möglichkeit zu entdecken, die du bisher nicht in Betracht gezogen hast.
Es geht auch nicht darum, aus jedem Foto möglichst viel herauszupressen oder jede freie Minute mit zusätzlichem Marketing zu füllen. Vielmehr geht es darum, die eigene Arbeit bewusst zu gestalten und die vorhandenen Ressourcen sinnvoll einzusetzen.
Mein Fazit: Ich möchte nicht nur fotografieren, sondern etwas aufbauen
Die Pferde- und Turnierfotografie ist für mich viel mehr als das Aufnehmen und Verkaufen einzelner Bilder. Ich möchte mit meiner Arbeit etwas schaffen, das sich über Jahre entwickeln kann.
Dazu gehören meine Fotos, mein Onlineshop, mein Blog, mein Portfolio und die verschiedenen Wege, über die Menschen meine Arbeit entdecken können.
Nicht alles davon zahlt sich sofort aus. Manche Dinge brauchen Monate oder Jahre, bis sie ihre Wirkung entfalten. Und manches wird vielleicht nie so erfolgreich, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt habe.
Trotzdem passt diese Arbeitsweise zu mir. Sie gibt mir die Möglichkeit, meine fotografische Arbeit mit anderen Interessen zu verbinden und langfristig etwas aufzubauen, statt ausschließlich von einem Auftrag zum nächsten zu denken.
Ob ein solches Modell auch für andere Fotografen sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden.
Aber vielleicht lohnt es sich, gelegentlich über den nächsten Auftrag und das nächste verkaufte Turnierfoto hinauszudenken und sich zu fragen: Was könnte aus meiner fotografischen Arbeit noch entstehen – heute, morgen und in ein paar Jahren?
Denn manchmal beginnt eine wirtschaftlichere Arbeitsweise nicht damit, mehr zu fotografieren. Sondern damit, die Möglichkeiten der eigenen Arbeit anders zu betrachten.















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