Pferdeshooting am Strand - Sunny und Friederike
- 5. Jan. 2019
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Veröffentlicht am: 15.06.2019 · Erweitert am: 22.08.2026
Es ist mir eine Freude, nicht nur besondere Momente festzuhalten, sondern auch die Geschichten dahinter zu teilen. In meiner Reihe "Dein Pferd und eure Story" geben meine Kunden Einblicke in ihre ganz persönliche Beziehung zu ihren Herzenspferden. In diesem Beitrag darf ich die Geschichte von Friederike und Sunny mit euch teilen – in ihren eigenen Worten:

"Sunny und ich sind jetzt seit zehn Jahren ein Team. Wobei Team am Anfang definitiv übertrieben war. Ich hatte, bevor ich Sunny bekommen habe, lange Zeit eine Reitbeteiligung an dem Pferd meines damaligen Reitlehrers. Der hat dann im Herbst die Arbeitsstelle gewechselt, ist weggezogen und hat sein Pferd natürlich mitgenommen. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Nachdem das das dritte Pferd war an das ich mein Herz gehängt hatte und dann entweder verkauft wurde oder weggezogen ist, haben meine Eltern dann glücklicherweise beschlossen, dass sie mir ein eigenes Pferd zutrauen.

Sunny war zu dem Zeitpunkt als Probeschulpferd bei uns im Stall, direkt von der Wiese mit gelbem Fell und zwei Jahre nicht geritten. Dass sie kein Schulpferd werden wollte hat sie ziemlich schnell klar gemacht. Ich habe dann angefangen sie zu reiten und nach fast einem halben Jahr Heimweh, ziemlich vielen Buckelattaken und den ein oder anderen vergossenen Tränen und Gedanken ob es wirklich richtig war dieses Pferd zu kaufen, sind wir langsam zu einem Team zusammen gewachsen.

Zehn Jahre sind, wenn man so zurückblickt schon eine ganz schön lange Zeit. Wir haben schon so unfassbar viel zusammen erlebt. Ich bin mit Sunny meine ersten Turniere gestartet, wir haben uns die ein oder oder andere goldene Schleife abholen dürfen und haben gemeinsam Erfolge in E-L Springen gesammelt. Die letzten vier Jahre habe ich im Sommer auf die Turniere verzichtet und habe auf dem Langeooger Reiterhof gearbeitet und durfte Sunny immer mitbringen. Damit habe ich mir wohl den Traum jedes kleinen Mädchen erfüllt, mit dem eigenen Pferd in den Sonnenuntergang zu galoppieren.

Jetzt ist Sunny schon 24 und genießt ihre Alterteilzeit. Vor zwei Jahren haben wir unser letztes Turnier bestritten und genießen jetzt unsere gemeinsame Zeit mit langen Ausritten in der Senne oder auf Langeoog, Gymnastikspringen oder damit, den immer dreckigen Schimmel sauber zu bekommen.

Vielen Dank für die Gelegenheit unsere gemeinsame Zeit mal wieder Revue passieren zu lassen. Eigentlich macht man das ja viel zu selten. Eins steht für mich fest, ich muss mit Sunny jeden Moment genießen den wir gemeinsam noch haben, denn so eine finde ich definitiv kein zweites Mal!"

Shootinglocation: Langeoog
Diese Geschichte steht stellvertretend für viele besondere Begegnungen, die ich fotografisch begleiten darf.
Mehr zu meiner Arbeit und meinen Shootings findest mit folgendem Link: www.johannamilsephotography.com/links
Du träumst auch von Pferdefotos am Strand mit deinem Pferd? Dann möchte ich dir gerne noch diese Tipps und Erfahrungen mit auf den Weg geben:
Pferdeshooting am Strand – was du über Fotos mit deinem Pferd am Meer wissen solltest
Ein Pferd am Strand, die Hufe im Sand, im Hintergrund das Meer und vielleicht noch das warme Licht der Abendsonne: Ein Pferdefotoshooting am Strand gehört für viele Pferdemenschen zu den schönsten Motiven überhaupt. Gerade an der Nordsee entstehen durch das wechselnde Licht, die Weite und die besondere Landschaft Bilder, die ganz anders wirken als ein klassisches Pferdeshooting auf dem heimischen Hof oder in der Reithalle.
Doch so entspannt ein Strandshooting auf den fertigen Fotos aussieht: Ein Pferd am Meer zu fotografieren erfordert Erfahrung, gute Vorbereitung und vor allem einen sehr sicheren Umgang mit den örtlichen Gegebenheiten.
Darf man mit seinem Pferd an den Strand?
Grundsätzlich ist es möglich, am Strand private Fotos mit dem eigenen Pferd zu machen. Für den normalen privaten Gebrauch dürfen Fotos entstehen, solange dabei andere Menschen nicht belästigt oder gefährdet werden.
Bei aufwändigeren, kommerziellen Shootings gelten jedoch andere Regeln. Wenn beispielsweise umfangreiches Equipment eingesetzt wird, eine ganze Crew vor Ort ist oder die Aufnahmen kommerziell genutzt werden sollen, ist eine Anmeldung bei der zuständigen Kurverwaltung erforderlich. Welche Regelungen genau gelten, hängt vom jeweiligen Strand und Ort ab.
Unabhängig davon gilt immer: Die örtlichen Regeln müssen beachtet werden. Dazu gehören insbesondere ausgewiesene Reitwege und Zufahrten sowie bestehende Naturschutzbestimmungen. Gerade an der Nordsee gibt es viele sensible Bereiche, in denen besondere Regeln gelten und selbstverständlich respektiert werden müssen.
Warum ist ein Strandshooting mit Pferd an der Nordsee besonders anspruchsvoll?
Die Nordsee ist wunderschön – aber sie ist auch unberechenbar. Wer mit einem Pferd am Meer unterwegs ist, sollte die örtlichen Gegebenheiten deshalb wirklich gut kennen.
Tide, Sandbänke und Priele können sich verändern und Situationen, die kurze Zeit vorher noch völlig unkompliziert aussahen, plötzlich ganz anders aussehen lassen. Auch scheinbar fester Sand ist nicht überall gleich tragfähig.
Deshalb sollte man sich vor einem Strandshooting nicht einfach auf die eigene Erfahrung vom letzten Urlaub verlassen. Die Gegebenheiten müssen für den konkreten Tag und den konkreten Strandabschnitt bekannt sein. Gerade an der Nordsee können sich die Bedingungen innerhalb kurzer Zeit verändern.
Wer sein Pferd am Strand fotografieren möchte, sollte deshalb nicht nur wissen, wo schöne Bilder entstehen können, sondern vor allem wissen, wo man sicher fotografieren kann und welche Bereiche man besser meidet.
Auf Langeoog darf entweder am West- oder Oststrand geritten werden. Der Sand ist manchmal unterschiedlich an diesen Stränden. Wenn der Abschnitt aktuell viel Schlamm und Schlick enthält, dann ist galoppieren oft nicht möglich. Deshalb würde ich immer empfehlen mit den Reitern vor Ort zu sprechen, welche Strandabschnitt zu bestimmten Tageszeiten bzw. Tide-Ständen aktuell besser bereitbar ist.
Was ich euch der Fotografin bzw der helfenden Hand am Boden unbedingt noch empfehle, ist (ja nach Wetterlage) eine Anglerhose. Eine relativ günstige von Amazon kann schon sehr hilfreich sein: Wathose Anglerhose Hose mit Gummistiefeln (Affiliate Link).
Damit kann man dann auch Fotos wie dieses machen, bei dem man als Fotografin relativ weit ins Wasser hineingeht um aus dem Meer in Richtung Strand zu fotografieren.

Auch ein scheinbar leerer Strand kann Gefahren bergen
Eine weitere Besonderheit an Stränden, die von Urlaubern genutzt werden, wird auf Fotos häufig überhaupt nicht sichtbar: Kinder buddeln Sandburgen, graben Löcher und ziehen tiefe Gräben durch den Sand. Für einen Menschen sind solche Stellen meistens harmlos. Für ein Pferd können sie jedoch zu gefährlichen Stolperstellen werden.
Deshalb sollte man den vorgesehenen Bereich vor dem Shooting sehr aufmerksam kontrollieren und sich nicht darauf verlassen, dass eine scheinbar glatte Sandfläche tatsächlich eben und sicher ist.
Muss mein Pferd schon einmal am Meer gewesen sein?
Unbedingt.
Wenn du davon träumst, mit deinem eigenen Pferd entspannte Fotos am Strand zu machen, sollte dein Pferd das Meer bereits vorher kennengelernt haben – idealerweise nicht nur einmal.
Das Meer ist für viele Pferde eine völlig neue Umgebung. Das Rauschen der Wellen, der Wind, Möwen, ungewohnte Gerüche, das Wasser, der weiche oder unebene Sand und vielleicht noch viele fremde Menschen können für ein Pferd zunächst überwältigend sein.
Kleine Beobachtung noch, die man eventuell vorher nicht bedacht hat: insbesondere Springpferde haben häufig Probleme mit der Wasserkante. Denn die Wellen der Nordsee tragen oft eine Schaumkante vor sich her. Diese sich fast schlangenartig bewegende weiße Linie kann für manche Pferde zunächst sehr beängstigend sein. Sowohl beim Versuch ins Wasser hinein zu kommen als auch beim Weg zurück.
Deshalb ist es sinnvoll, das Pferd bereits vor dem eigentlichen Fotoshooting mehrfach mit an den Strand zu nehmen. Es kann sich in Ruhe an die Umgebung gewöhnen, ohne dass gleichzeitig der Anspruch besteht, perfekte Bilder zu produzieren.
Das eigentliche Shooting sollte dann nicht der erste Kontakt mit dem Meer sein, sondern idealerweise ein Ort, an dem Pferd und Mensch bereits wissen, was sie erwartet.
Muss mein Pferd für das Shooting ins Wasser?
Nein. Überhaupt nicht.
Ein schönes Pferdeshooting am Meer funktioniert auch wunderbar, ohne dass das Pferd überhaupt ins Wasser geht. Gerade die Kombination aus Pferd, Dünen, Strand und Weite bietet unzählige Möglichkeiten für natürliche und emotionale Bilder.
Wenn ein Pferd gerne ins Wasser geht und die Situation sicher beherrscht, können natürlich auch Aufnahmen in der Brandung wunderschön sein. Aber das sollte niemals eine Voraussetzung für ein gelungenes Strandshooting sein.
Das Wohlbefinden des Pferdes steht immer an erster Stelle. Ein Pferd muss nicht etwas tun, wovor es Angst hat, nur damit ein bestimmtes Motiv entsteht.

Pferd frei am Strand fotografieren – geht das?
Freilaufende Pferde können unglaublich schöne Bilder ergeben. Das Pferd bewegt sich natürlich, der Mensch kann sich ganz auf die Beziehung zu seinem Pferd konzentrieren und die Bilder wirken besonders frei.
Solche Aufnahmen sollten allerdings niemals spontan und ungesichert an einem öffentlichen Strand ausprobiert werden.
Ein Shooting mit einem freilaufenden Pferd gehört in die Hände eines eingespielten Teams. Der Bereich muss mit einem mobilen Zaun fachmännisch abgesperrt werden und alle Beteiligten müssen ihre Aufgaben kennen. Gleichzeitig muss die Umgebung sorgfältig kontrolliert werden und es muss jederzeit sichergestellt sein, dass weder das Pferd noch andere Menschen gefährdet werden.
Ein wunderschönes Foto ist es niemals wert, ein unnötiges Risiko einzugehen.
Kleiner Tipp: Anstatt das Pferd frei laufen zu lassen, würde ich zunächst empfehlen das Pferd am Strand zu longieren. Eine Longe lässt sich nachträglich mit überschaubarem Aufwand in Photoshop entfernen.
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Was macht Pferdefotografie am Meer so besonders?
Trotz aller Vorbereitung bleibt die Nordsee ein Stück weit unberechenbar – und genau das macht sie fotografisch so spannend.
Das Licht kann sich innerhalb weniger Minuten verändern, Wolken ziehen auf, Wind kommt dazu, das Wasser verändert die Landschaft und der Strand sieht bei Ebbe völlig anders aus als bei Flut. Dadurch entstehen Bilder, die man nicht einfach vollständig planen kann.
Ein Pferdeshooting am Strand lebt deshalb nicht nur von einer schönen Location. Es lebt von der Verbindung zwischen Pferd und Mensch, vom richtigen Moment und davon, die Besonderheiten der Umgebung zu kennen und fotografisch zu nutzen.
Pferdeshooting auf Langeoog
Langeoog bietet dafür eine ganz besondere Kulisse. Die Kombination aus weitem Strand, Dünenlandschaft, Meer und dem besonderen Licht der Nordsee schafft eine Atmosphäre, die sich von vielen anderen Orten deutlich unterscheidet.
Gerade deshalb ist Langeoog ein wunderbarer Ort für besondere Erinnerungen mit dem eigenen Pferd. Gleichzeitig gilt auch hier: Wer mit einem Pferd am Strand unterwegs ist, sollte sich mit den örtlichen Bestimmungen, den erlaubten Wegen und den natürlichen Gegebenheiten vertraut machen und die sensiblen Bereiche der Insel respektieren.
Denn am Ende sollen bei einem Pferdeshooting am Meer nicht nur wunderschöne Bilder entstehen. Es geht genauso darum, dass Pferd und Mensch den Tag entspannt und sicher genießen können.















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