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Pferdefotografie im Viereck: Meine Insights zur Dressurfotografie

  • 12. Aug. 2019
  • 3 Min. Lesezeit

Der Beitrag wurde im November 2025 aktualisiert.


Im August 2019 tanzten die Dressurpferde über den großen Turnierplatz in Bielefeld-Brake. Für mich als Turnierfotografin war das eine wunderbare Gelegenheit, meine Dressurfotografie weiterzuentwickeln – und schnell wurde mir bewusst, wie deutlich sie sich vom Springen unterscheidet.


Turnierfoto eines Schimmels im Dressurviereck

Während man im Springsport meist klare Ankerpunkte hat – Sprünge, Linien, Distanzen – verteilt sich das Geschehen in der Dressur über das gesamte Viereck. Um die wichtigsten Momente nicht zu verpassen, lohnt es sich, die Aufgabe zu kennen. Besonders der starke Trab auf der Diagonalen ist ein Muss. Spätestens bei der Kür wird’s unvorhersehbar: freie Gestaltung, individuelle Choreografien, überraschende Linien. Da sind volle Aufmerksamkeit und manchmal auch etwas Glück gefragt.


Auch die Bildsprache unterscheidet sich stark: Springfotos leben oft von Kraft & Dynamik. Dressurfotos dagegen von Eleganz & Harmonie. Das braucht ein anderes Timing, einen ruhigeren Blick und sehr präzise Momente.


Dressurreiterin lobt ihr Pferd nach der Prüfung

Während der Prüfung sind Pferd und Reiter hoch konzentriert – und ich als Fotografin ebenso. Rücksicht ist hier besonders wichtig: am besten unsichtbar und lautlos am Rand. Pferdeverständnis hilft enorm, denn manche Pferde reagieren empfindlicher auf Einzelpersonen als auf Gruppen. Einen kleinen Tipp habe ich mir angewöhnt: Wenn ein Pferd schon beim Einreiten umweltorientiert ist, positioniere ich mich bewusst zwischen andere Zuschauer, um weniger im Fokus zu stehen.


Und obwohl Dressurreiter im Viereck meist sehr ernst wirken, zeigen sie spätestens bei der Siegerehrung, dass sie mindestens genauso viel Stimmung machen können wie Springreiter – manchmal sogar mehr.


Dieses Turnier findet so in der Art leider nicht mehr statt, aber die Bilder aus 2019 zeigen sehr gut, wie vielseitig und herausfordernd die Dressurfotografie sein kann – und wie viel Freude sie bereitet, wenn alles zusammenpasst.

Siegreiches Dressurpferd in der Ehrenrunde

Dressurpferd im starken Galopp in der Ehrenrunde

Dressurreiter galoppiert in der Ehrenrunde an den Zuschauern vorbei

Dressurpferd in der Piroutte

Kind auf einem Haflinger in einem Führzügel-Wettbewerb

Dressurpferd im Trab im Viereck

Reiterin lächelt in die Kamera und lobt ihr Pferd

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Close-Up von einer eingeflochtenen Mähne

Dressurreiterin mit ihrem Pferd im Galopp

Dressurreiterin kuschelt mit ihrem Pferd

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Häufige Fragen zur Dressurfotografie (FAQ)

1. Wo positioniere ich mich als Fotograf am Dressurviereck am besten?

Die kurze Seite bei A ist der ulitmative Spot der für fast jede Prüfung gut funktioniert. Je nachdem auf welchen Diagonlaen die Trabverstärkungen geritten werden, kann man von A aus nach rechts oder links in die Ecken gehen. Die Emotion Shots bekommt man eher hinter den Richtern bei C oder auf der Höhe von H oder E (vorausgesetzt der Reiter reitet nach der Grußaufstellung links herum).

2. Welches ist der perfekte Moment für ein Foto im Trab und Galopp?

  • Im Trab: Fotografiere in der maximalen Schwebephase, wenn die Beine des Pferdes ein symmetrisches, offenes „V“ bilden.

  • Im Galopp: Warte auf die Phase, in der sich das Pferd in der Aufwärtsbewegung (Bergauf-Tendenz) befindet und die Vorhand maximal angehoben ist.

3. Wie unterscheidet sich die Dressurfotografie von der Springfotografie?

Während Springfotos von Action, Höhe und Dynamik leben, geht es in der Dressur um Eleganz, Takt und Harmonie. Springfotografie ist insofern etwas einfacher als durch die Hinderniss die Wege vorhersehbar sind. In der Dressur hingegen musst du das gesamte Viereck im Blick behalten und die Lektionen der jeweiligen Aufgabe kennen.

4. Wie verhalte ich mich am Viereck, um die Pferde nicht zu erschrecken?

Bewege dich langsam, vermeide hektische Gesten und trage unauffällige Kleidung. Nutze (wenn deine Kamera es anbietet) den lautlosen elektronischen Verschluss, um das Klickgeräusch zu eliminieren. Wenn ein Pferd besonders sensibel reagiert, stelle dich dicht zu anderen Zuschauern, um optisch mit der Masse zu verschmelzen.

5. Welche Kameraeinstellungen sind für Dressurfotos wichtig?

Nutze eine kurze Belichtungszeit von mindestens 1/800 Sekunde (besser 1/1000 oder schneller), um die Bewegung der Pferdebeine scharf einzufrieren. Wähle eine offene Blende (z. B. f/2.8 oder f/4), um den oft unruhigen Hintergrund am Turnierplatz in einer schönen Unschärfe (Bokeh) verschwinden zu lassen. Eine schnelle Reihenaufnahme erhöht die Treffequote für die Trabverstärkung erheblich. Und wähle nach Möglichkeit einen lautlosen Verschluss um die Konzentration der Pferde nicht zu stören.

6. Welches Objektiv eignet sich am besten für die Dressurfotografie?

Ein Telezoom-Objektiv wie ein 70-200mm f/2.8 ist der absolute Allrounder, da du flexibel auf Distanzänderungen reagieren kannst. Für sehr große Plätze oder um das Pferd noch besser freizustellen, sind lichtstarke Festbrennweiten wie ein 300mm f/4 oder f/2.8 hervorragend geeignet.


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