Vom RAW zum finalen Turnierbild - ein Einblick in meine Bildbearbeitung
- Johanna Milse
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Ein RAW-Foto kommt bewusst flach aus der Kamera. Kontrast, Farben und Ausdruck sind zurückhaltend – genau das schafft Spielraum für die Bildbearbeitung. Erst im Edit entsteht das ausdrucksstarke Bild.

Am Beispiel dieses Bildes, welches ich 2025 beim Festhallenreitturnier in Frankfurt aufgenommen habe, zeige ich euch meine einzelnen Bildbearbeitungsschritte.
Dies ist das Ausgangsbild in RAW:

Canon R6 Mark II, 300 mm | f2.8 | 1/1250 sec | ISO 2000
Die Basis meiner Bearbeitung findet in Lightroom statt. Zunächst arbeite ich in den Grundeinstellungen und der Gradationskurve, um Kontrast, Tiefe und Struktur ins Bild zu bringen. Ziel ist ein klares, ausdrucksstarkes Ergebnis, ohne die Natürlichkeit zu verlieren.

Ein großer Teil der Arbeit liegt in den Farben. Die Festhalle Frankfurt ist während des Turniers stark in violettes Licht getaucht. Dadurch entsteht schnell ein Magenta- bzw. Lilastich auf Pferd und Reiter. Dieser wird gezielt reduziert, während Rot- und Orangetöne selektiv zurückgeholt werden. So bleibt das Licht der Halle spürbar, das Motiv wirkt aber wieder natürlich und ausgewogen.

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Der letzte Feinschliff passiert ebenfalls in Lightroom: Nachschärfen, automatische Rauschreduzierung und das selektive Maskieren des Hintergrunds. Durch leichtes Abdunkeln sowie reduzierte Klarheit und Struktur im Hintergrund hebt sich das Motiv deutlich vom Umfeld ab. Wichtig dabei: Zurückhaltung – zu starke Effekte wirken schnell unnatürlich.

Für das finale Finish geht das Bild kurz nach Photoshop. Im Hintergrund befand sich eine Lampe, die vom Reiter ablenkte. Diese habe ich entfernt, um den Blick vollständig auf das Wesentliche zu lenken.

Fertig ist ein Turnierbild! Was hältst du davon? Hättest du etwas anders gemacht? Schreib's gern in die Kommentare :-)
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